01/10/2026 0 Kommentare
Fremd und doch verbunden
Fremd und doch verbunden
# Kirchenmusik

Fremd und doch verbunden
Pharos - das Konzertprojekt in Werder ur-aufgeführt
Am Sonntag, den 27. September 2026, wird die Heilig-Geist-Kirche in Werder zum Ort einer besonderen musikalischen Begegnung. Der Cairo Celebration Choir, der Chor Canzoneo Berlin und das Havelkonsort Werder bringen europäische Chormusik und arabische Musiktraditionen miteinander in Dialog.
Verschiedene Sprachen werden gesprochen, unmittelbare Verständigung scheint zunächst unmöglich – und doch verbindet die Musik. Klänge wie aus fernen Welten, fremd und zugleich verbunden.
Mit dem Abendläuten um 18 Uhr setzt Kalligraph Shahid Alam seine ersten Striche auf der Leinwand. Zu „Prorok III“ von Bernhard Barth, einem Gedicht nach Alexander Puschkins „Nachahmungen des Korans VII“, entsteht vor den Augen des Publikums ein Bild aus arabischer Schrift.
Musik, Sprache und Kalligraphie treten in einen unmittelbaren Dialog – wie ein Abendgebet, getragen von den Themen Licht und Hoffnung.

Im Anschluss erklingt
eindrucksvoll Brahms’ „Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen?“
Den Höhepunkt bildet die Uraufführung von „PHAROS“. Stimmen aus allen vier Himmelsrichtungen erfüllten den Kirchenraum, während Shahid Alam die Musik live kalligraphisch begleitete.
Das Werk von Bernhard Barth verdichtet die zentralen Themen des Projekts: Licht, Orientierung, Übergang und kulturelle Verbindung.

Der Leitgedanke des Werkes – ins Arabische übertragen – verweist auf Pharos als Hafen, Ziel und Lichtwort, das Menschen im Klang vereint und aus dem Dunkel ins Licht führt.
So wird das Konzert zu einem ganzheitlichen Klangerlebnis: Musik, Bild und Schrift begegneten sich im Augenblick.
Noch vor der Zugabe tosender Applaus vom Publikum.
PHAROS. Lichtbrücken in ein Land von Morgen. Zum Projekt.
PHAROS ist ein internationales, interkulturelles und interreligiöses Chor- und Musikprojekt, das 2026 und 2027 in Deutschland, Ägypten und den USA realisiert wird. Ausgangspunkt ist der antike Leuchtturm von Alexandria – der Pharos – als Symbol für Orientierung, Wissen und kulturellen Austausch über Grenzen hinweg.
Die erste Projektphase im September 2026 verbindet Konzerte in Potsdam und Werder mit dem künstlerischen Dialog der beteiligten Chöre und der Live-Kalligraphie von Shahid Alam.
Im Juni 2027 führt die zweite Phase die deutschen Partner nach Alexandria und Kairo, wo Konzerte, Workshops und Vermittlungsformate den kulturellen Austausch fortsetzen.
PHAROS versteht Musik als Raum der Begegnung, des Friedens und der Verständigung zwischen Kulturen und Religionen.

Unterstützt wird das Projekt von der Heilig-Geist-Kirchengemeinde Werder, den Evangelischen Kirchenkreisen Mittelmark-Brandenburg, der Blütenstadt Werder, der Stiftung Kirche im Dorf, dem Chorverband Berlin und Andere Zeiten e. V.
Schirmherrin: Manja Schüle
Beate Lindauer
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